Schöne Welt, du gingst in Fransen – NOT THE END

Schöne Welt, du gingst in Fransen – NOT THE END

Vernissage Samstag 27. April 2024 19 Uhr

Galerie der WALPODENAKADEMIE Mainz

Neubrunnenstraße 08 55116 Mainz

Weitere Öffnungszeiten: montags 17-20Uhr, samstags 16-18 Uhr

und auf Anfrage info@kunstzwerg.net

Finissage 30. Mai 18-22 Uhr zur P ART Mainzer Galerienrundgang

Gruppenausstellung mit Collagen, Fotos, Objekten, Video, Impromusik und Sound Art von Brandstifter, Dino, Sigrid Fahrer, Stefan Folz, Matthias Harnisch, krd hundefaenger, Stéphane Jeanneau, Michael Klotzki, Sandra Kruse, Wingel Mendoza, Jürgen Rinck, Tanja Roolfs, Harnolft Rosenhajn, Anke Kristina Schäfer, Bernd Schneider, Paul Srqqlka, Lars Wehr.

Teil1: Schöne Welt, du gingst in Fransen

August 2023 entstanden im Garten des Rickenhofs Zweibrücken an einem Nachmittag auf blauem Dina4 Schreibpapier zweiunddreißig Collagen, die von Hand an zwei langen Biertischen weitergereicht und vervollständigt wurden. Verwendung fand was man fand: Zeitschriftenschnippsel aus den 50ern, der Yellow Press und einem Filmmagazin, Gummistempel, ein auslaufender schwarzer Permanent-Marker, Kugelschreiber, Graphitstift, gelbe Farbe, Pflanzenblätter, Präge-Band, Tapeten und ein Cut Up-Text aus einer Büttenpapierdruckgrafik des unlängst verstorbenen Vereinsmitglieds Stefan Folz.

Es wurde frei musiziert und spontan performt, der gemeinsame Augenblick am Busen der Natur in Szene gesetzt und festgehalten. Passenderweise fand sich auf einer der Papierarbeiten am Ende ein Papierschnippsel mit der Aufschrift „Schöne Welt, du gingst in Fransen“ aus dem Schlager „Der Kleine Leutnant“ besser bekannt als „Schöner Gigolo, armer Gigolo“ der von den sozialen Zusammenbrüchen der Weimarer Zeit erzählt.

Teil2: NOT THE END

Ein halbes Jahr später riefen die Walpoden zum zweiten Wapoden Art Walk (WAWA) auf und fanden sich Februar 2024 im scheinbar öden Niemandsland zwischen Weisenau und der A60 wieder. Auch hier wurde man – so wie 2023 „DOWN UND SCHIERSTEIN BRIDGE“ – mit dem wenigen was man fand gemeinsam und auch einzeln interdisiziplinär kreativ und entdeckte beim Rückweg den zweiten Teil des Ausstellungstitels von fremder Hand auf der Rückseite eines verbeulten Warnschildes gekritzelt. Von dort mitgebrachte Fundstücke wurden im Atelier in Objekte verwandelt, Filmschnippsel und Audiofieldrecordings zu Video- und Audioinstallation editiert und Fotos direkt an der Ausstellungswand in einer gemeinsame Collaborage umgesetzt.

Die Gruppenausstellung mit sechzehn Künstlerinnen und Künstlern des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e.V. und Gästen in der Walpodenakademie zeigt eine Auswahl der Arbeiten die gemeinsam bei den beiden prozesshaften Aktionen und danach entstanden sind. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler leb(t)en in Mainz, Paris, Sigmaringen, St. Ingbert, Wiesbaden und Zweibrücken. Der dystopisch-optimistische Titel, aus der Summe zweier kollaborativer Feldforschungsprojekte, spiegelt unsere widerspüchlichen Perspektiven auf den Zustand unseres Planeten wider.

Eine Veranstaltung des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e.V. zu 25 Jahre Mainzer Kunstverein Walpodenstraße 21 e.V. in der Walpodenakademie Mainz. In Kooperation mit der Veranstaltungsreihe Noisestadt der Kulturbäckerei Initiative für ein Soziokulturelles Zentrum in der Mainzer Neustadt e.V. und mir Unterstützung der Landeshauptstadt Mainz.